Bleibende Eindrücke: China als voller Erfolg

Die Osterferien haben einige Schüler/innen und Lehrer/innen der HTL Braunau für eine Reise nach China genutzt. Neben der Besichtigung vieler Sehenswürdigkeiten konnten sie Kontakte zu chinesischen Schulen knüpfen.

18 Schüler, 6 Schülerinnen und 2 Lehrer der HTL Braunau bereisten über die Osterferien China mit dem Ziel, dort Projektpartnerschulen zu finden, Kontakte zu knüpfen und ganz generell Land und Leute kennenzulernen. Von der boomenden Metropole Shanghai ging es in 15 Tagen mit Bus und Bahn über Jinhua, Hangzhou, Wuhan und Shiyan bis zur Hauptstadt Peking.
Höhepunkte der Reise waren historische Sehenswürdigkeiten wie die Große Mauer oder der Himmelstempel, aber auch moderne Bauwerke.
Eine Fahrt mit der Magnetschwebebahn in Shanghai stand genauso auf dem Programm wie eine Tasse Kaffee im 53. Stock in Shanghais höchstem Hotel.
Shanghai als Startpunkt der Rundreise begeisterte nämlich mit seiner faszinierenden modernen Skyline, aber genauso mit seinem alten traditionellen Stadtkern und natürlich mit seinem nahezu chaotischen Straßenverkehr auf mehreren Ebenen.

Interessant und erschreckend zugleich war der chinesische Massentourismus. Eine Wanderung auf den Wudangberg ist nur bedingt mit einer österreichischen Bergwanderung zu vergleichen, da man hierzulande eher selten auf tausende Wegbegleiter trifft. Sogar zig-tausende Besucher in der verbotenen Stadt betrachtete der chinesische Führer als „eher ruhigen“ Tag, wohl wegen des eher kalten Wetters an einem normalen Wochentag, das die wirklichen Massen abhielt.

Ebenso beeindruckend waren für die Schüler/innen die direkten Kontakte zu Schüler/innen in den fünf besuchten Schulen. Immerhin war dies für die chinesischen Schüler/innen in zwei Schulen mit Sicherheit der erste direkte Kontakt mit Europäern bzw. mit Personen nicht-chinesischer Abstammung. So gab es in diesen Schulen dann auch aufwändige Abendveranstaltungen, bei denen die HTL-Schüler/innen chinesische Gastfreundschaft im Übermaß erfahren konnten. Alle Teilnehmer waren tief beeindruckt vom Talent, das unter anderem in Tanz- und Musikvorführungen an den Tag gelegt wurde, und von der überschwänglichen Höflichkeit, die man den Gästen erwies. Es ergab sich eine Reihe von Kontakten, und noch während der Reise wurden bereits fleißig E-Mails geschrieben.

Beeindruckend ist sicher auch die Größe der chinesischen Bildungseinrichtungen. Bis zu 20.000 Schüler leben in einem Campus, und auch die Größe der Schulareale halten durchaus den Vergleich mit einer Stadt wie Braunau stand.
Ein besonderer Höhepunkt war natürlich die chinesische Küche in all ihrer Vielfalt. Schnell gewöhnt man sich daran, das Reis-Nudel-Frühstück als normale Hauptmahlzeit zu betrachten. Etliche entdeckten nach einem Abendessen in einer Garküchenstraße in der Provinz Hubei ihre Liebe zu würziger und scharfer Küche. Natürlich wurden auch kleine Schmankerl wie tausendjährige Eier, stinkender Tofu, Skorpione und sonstiges Kleingetier probiert. Man war sich darüber einig, dass diese Dinge zwar durchaus genießbar sind, aber am Ende der Reise freute man sich auf frisches Brot, ein Leberkäsweckerl und auf eine für chinesische Verhältnisse nahezu menschenleere Umgebung.

Dem zum Trotz ist aber natürlich eine Fortsetzung des Austausches geplant. Denn nicht nur die Schüler/innen waren von der Reise und den gesammelten Eindrücken hellauf begeistert, auch DI Gerhard Wolf, der Leiter und Organisator, ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Die Schüler/innen haben für diesen kurzen Aufenthalt einen guten Einblick in das Land China erhalten. Die Kontakte zu den besuchten Schulen sind geknüpft und unsere chinesischen Partner sind an weiteren Kooperationen interessiert.“

Eine chinesische Delegation schmiedet schon Pläne für einen Gegenbesuch im kommenden Herbst. Und an Schüler/innen, die für eine weitere Reise nach China bereit stehen, wird es bestimmt nicht mangeln.

 

 

 


Die Reise wurde vom Elternverein der HTL unterstützt. Auch das Interkulturelle Zentrum des BMUKK sowie das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten  förderten die Reise. Ihnen sei hiermit noch einmal herzlich gedankt.

 

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