3. Platz beim 120-Sekunden-Wettbewerb

Jakob Lindlbauer, Sebastian Sattlecker und Lukas Veverca (5BHMEA) bauen im Rahmen ihrer Diplomarbeit ein Messgerät, das bei der Rehabilitation von Knieverletzungen erstklassige Hilfe leistet. Beim 120-Sekunden-Wettbewerb der Bezirksrundschau und der Wirtschaftskammer OÖs erreichte ihr Projekt den sensationellen 3. Platz.

Die Bezirksrundschau und die Wirtschaftskammer OÖ veranstalten seit längerer Zeit jedes Jahr einen Ideenwettbewerb, bei dem eine möglichst gut umsetzbare Geschäftsidee bzw. Erfindung in 120 Sekunden einer Jury präsentiert wird. Heuer haben insgesamt 110 Projekte an dieser Veranstaltung teilgenommen. Von mehreren HTL-Projekten, die zur Innviertelauswahl angetreten sind, ist das Projekt „Postoperative Kniestabilitätsmessung“ ins Finale dieses Wettbewerbs eingezogen und hat am 6.4.2017 den ausgezeichneten 3. Platz erobert. Jakob Lindlbauer hat das Projekt hervorragend präsentiert und damit die Jury von der Qualität des Projektes überzeugt.

„Bisher wurde nach einer Kreuzbandoperation die Stabilität des Knies mit Sprungtests erfasst, wobei die entsprechende Messung vor allem von der Einschätzung des Therapeuten bzw. des Arztes abhing. Wir entwickeln gerade ein Messverfahren, das die Fortschritte bei der Rehabilitation objektiv erfasst, die Daten aller Sprungtests speichert und für eine entsprechende Analyse aufbereitet“, erzählt Jakob Lindlbauer, der dieses Projekt von seinem Vater, einem Physiotherapeuten, vorgeschlagen bekam.
Konkret bekommt bei der „Postoperativen Kniestabilitätsmessung“ der jeweilige Patient eine Orthese, eine Art festen Verband, angepasst in dem sich einige Sensoren befinden, die den Sprungtest nun genau messen und an einen Mikrocontroller weiterleiten. Von dort gehen die Daten an eine Analysesoftware, die genaue Vergleichswerte darstellt. Der Patient und sein Therapeut können so sowohl den Stabilitätsfortschritt als auch entsprechende Therapieanpassung gut eruieren.

„Wir denken, dass viele sportmedizinischen Einrichtungen Interesse an unserer Entwicklung haben“, sind sich die jungen Techniker sicher, die auch eine Patentierung ihrer Erfindung überlegen. Die Projektbetreuer, Walter Schacherbauer und Peter Landrichinger, sind mit der Arbeit sehr zufrieden und freuen sich über den Erfolg beim Wettbewerb.


HTL Redaktion am 17.04.2017

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