Bester Nachwuchsinformatiker Österreichs

Der HTL-Schüler Christoph Sperl hat die österreichische Informatik-Olympiade gewonnen. Er wird im August mit drei Kollegen Österreich bei der Internationalen Informatik-Olympiade in Kanada vertreten.

Jedes Jahr veranstaltet das Unterrichtsministerium zusammen mit der Österreichischen Computergesellschaft (OCG) die Österreichische Informatik-Olympiade. Jede/r Schüler/in einer höheren Schule in Österreich ist zur Teilnahme daran berechtigt. Alle Interessenten/innen an diesem Wettbewerb müssen vorab Informatik-Aufgaben lösen und diese an eine Jury senden. Rund 20 Teilnehmer/innen werden dann ausgewählt und dürfen ein einwöchiges Trainingscamp in Wien besuchen. Nach weiteren Aufgaben, die daheim zu lösen sind, gibt es Ende Mai für die zehn Besten eine weitere Trainingswoche in Wörgl, die mit einem fünfstündigen Wettbewerb abgeschlossen wird. Bei dieser abschließenden Prüfung muss jeder Teilnehmer mehrere komplexe Aufgaben lösen. Die geschriebenen Programme werden ausführlich getestet und bewertet. Die vier Besten dieser Veranstaltung vertreten dann Österreich bei der Internationalen Informatik-Olympiade, die heuer in Kanada stattfindet.

Christoph Sperl hat die umfangreiche Arbeit, die dieser Wettbewerb mit sich bringt, auf sich genommen und ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Sein Programm erhielt in der Endauswertung 263 Punkte und lag damit deutlich vor dem Zweitplatzierten mit 187 Punkten.

Christoph hat die Elektronik-Abteilung der HTL Braunau, schulautonomer Zweig „Mobile Computing und Software Engineering“, besucht und macht momentan gerade seine Matura. Er stammt aus St. Johann am Walde im Bezirk Braunau. Bereits in der Hauptschule war sein Lieblingsfach Mathematik und der ausgezeichnete Schüler fühlt sich in seiner Schule bestens aufgehoben. „Ich bin in der HTL in Mathematik alle fünf Jahre hindurch immer sehr gut gefördert worden und habe wirklich viel Neues gelernt, was ich auch bei der Olympiade nutzen konnte. Mich hat auch die Klarheit und Logik, die beim Programmieren notwendig ist, interessiert und ich beschäftige mich gerne mit Fragestellungen im Informatikbereich“, berichtet der Maturant, der aber keineswegs dem Bild des Computerfreaks, der ständig vor dem Bildschirm hockt, entspricht. Er ist in St. Johann fest in die Vereinsstruktur eingebunden und gerne bei der Feuerwehr, bei der Landjugend und beim Schiklub, tätig. „Und natürlich gehe ich gerne mit anderen fort“, erzählt Christoph, der im Anschluss an die HTL das Bundesheer machen und dann arbeiten gehen wird. Ab September 2011 plant er in Graz an der TU Telematik zu studieren.

Besondere Freude herrscht natürlich bei den Professoren, die Christoph in den letzten Jahren betreut haben. Insbesondere bei Mag. Reinhard Pfoser, der als Klassenvorstand und Mathematiklehrer für viele Anregungen zuständig war,  und bei Dipl.-Ing. Gerhard Waser, der im Programmierbereich und als Betreuer der Diplomarbeit eine wesentliche Funktion in der Ausbildung hatte. „Ich freue mich sehr über diesen Erfolg“, erklärt Dipl.-Ing. Waser. „Christoph ist wirklich ein exzellenter Analytiker und Programmierer, der auch eine hervorragende Diplomarbeit abgeliefert hat. Gerade bei dieser Arbeit war es so, dass ich auch von den Überlegungen und Erkenntnissen meines Schülers profitiert habe. Ich wünsche Christoph alles Gute beim Wettbewerb in Kanada und bin mir sicher, dass er seinen Weg machen wird.“

Dir. Hans Blocher und AV Josef Wagner gratulierten dem Schüler und seinen Betreuern zu diesem schönen Erfolg.

Anton Planitzer am 30.05.2010

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