Mitarbeit an der Energiezukunft Braunaus

Knapp 200 Schülerinnen und Schüler der HTL Braunau haben vor den Semesterferien wesentlich bei der Realisierung des Gesamtenergiekonzeptes Braunau mitgeholfen. Sie haben die Datenerhebung unterstützt und die ausgeteilten Fragebögen aus den Haushalten abgeholt.

Am 20. Jänner präsentierten Vertreter aller politischen Parteien das Gesamtenergiekonzept Braunau, das in den nächsten Monaten erstellt und dann zügig umgesetzt werden soll. Das renommierte Linzer Unternehmen Brandstätter, das im Bereich der Energieberatung und -optimierung in der Industrie und im kommunalen Bereich seit 1996 erfolgreich tätig ist, ist federführend bei der Erstellung dieses Konzeptes. Durch eine Befragung möglichst vieler Haushalte werden Potentiale für Energieeinsparungen und den Einsatz erneuerbarer Energieträger erhoben. Anschließend werden Ziele für die zukünftige Energieversorgung formuliert und Maßnahmen zur Zielerreichung entwickelt. Durch ein gutes Energiekonzept soll sichergestellt werden, dass in Braunau sichere, saubere und leistbare Energie zur Verfügung steht, wobei vor allem Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energieträger im Bereich Geothermie, Sonne und Holz dargestellt und umgesetzt werden sollen.

Dir. Hans Blocher hat sofort die Unterstützung der HTL für dieses wichtige Projekt zugesagt. „Wir bilden unsere Schülerinnen und Schüler genau in diesem Bereich aus. Die HTL beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit den Möglichkeiten erneuerbarer Energieträger vor allem im Solar- und Biogasbereich. Eine Reihe von Wettbewerbserfolgen mit Projekten aus diesem Bereich dokumentiert das sehr eindringlich. Wir sind der Stadt Braunau immer eng verbunden gewesen und darum freut es mich, dass ich knapp 200 Schülerinnen und Schüler der höheren Klassen zur Mithilfe an diesem wichtigen Konzept gewinnen konnten. Mehr als 1000 Fragebögen wurden mit Hilfe der Schülerinnen und Schüler ausgefüllt und eingesammelt, ein herzliches  Dankeschön für diese hervorragende Aktivität“, erklärt Hans Blocher.

Die Schülerinnen und Schüler – sie waren in Zweierteams nach einem genauen Plan in ganz Braunau und Ranshofen unterwegs – haben bei ihren Aktivitäten unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich über den Besuch sehr gefreut und waren froh über die Hilfe beim Ausfüllen, wenige haben den Schülerinnen und Schülern nicht geöffnet. „Abgesehen vom wirklich schlechten Wetter waren wir gerne dabei. In einigen Haushalten haben wir niemanden angetroffen, andere waren froh, dass wir beim Ausfüllen geholfen haben, einige haben uns den ausgefüllten Fragebogen gleich übergeben. Bei zwei, drei Haushalten hat man zwar jemand gehört, aber es wurde nicht geöffnet. Vielleicht waren diese Personen in Sorge, dass wir was verkaufen wollten“, berichten zwei Schülerinnen.  

Einige Schülerinnen und Schüler haben mit fachlichem Interesse reagiert. „Ich bin schon gespannt, was bei dieser Erhebung herauskommt und wie das Ganze dann umgesetzt wird. Mir gefällt, dass hier wirklich was für die Zukunft von Braunau getan wird“, erzählt ein beteiligter Schüler.

Von Seiten der Stadtpolitik, aber auch von Seiten des beteiligten Unternehmens gab es großes Lob für die Beteiligung der HTL-Schülerinnen und Schüler. „Eine ordentliche Datenbasis ist der wesentliche Grundstock eines guten und umfassenden Energiekonzeptes. Dass hier von Seiten einer Schule so intensiv mitgeholfen wird ist eine hervorragende Sache, das ist in Österreich, wahrscheinlich sogar in Europa einzigartig!“ erklärte Dr. Brandstätter.  Bürgermeister Mag. Waidbacher hat sich herzlich bei der HTL für die Unterstützung bedankt.


 

 

HTL Redaktion am 18.02.2012

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