Handy steuert Drohne

Eine komplexe Steuermöglichkeit für einen Quadrokopter, ein einem Hubschrauber ähnliches Fluggerät, das von vier Rotoren angetrieben wird, haben Christian Reich und Wolfgang Weilbuchner im Rahmen ihres Maturaprojektes entwickelt. Sie haben die dazu notwendige Software geschrieben und ein interessantes Gesamtsystem geschaffen.

Bereits in der vierten Klassen HTL waren sich die beiden Freunde einig, dass sie gemeinsam ihr Maturaprojekt machen und dass – ihrer Ausbildung entsprechend – der Bereich „Mobile Computing“ eine wichtige Rolle spielen sollte. Herausgekommen ist nun die Realisierung einer fliegenden Drohne, die in Form eines Quadrokopters ausgeführt ist und die mittels moderner Handytechnologie gesteuert werden kann. Christian Reich und Wolfgang Weilbuchner, sie besuchen die 5. Klasse der HTL Braunau, Abteilung Elektronik, schulautonomer Ausbildungszweig „Mobile Computing“, erstellen ihr Projekt unter der Betreuung von Dipl.-Ing. Gerhard Waser.

„Ziel unseres Projekts ist es, einen Modell-Quadrokopter über Bluetooth bzw. über Internet zu steuern. Zusätzlich soll er in der Lage sein, selbstständig bestimmte Aktionen durchzuführen und somit als eigenständige Drohne zu arbeiten. Die Steuerung erfolgt dabei über ein Android-Smartphone“, fassen die beiden Projektanten ihr Projekt zusammen.

Nach intensiven Recherchen, welches Fluggerät sie verwenden sollten, stießen sie auf den Quadrokopter der Firma HiSystems, der ihren Vorstellungen entsprach. Dieses Fluggerät, das über Bluetooth fernsteuerbar ist, erweiterten sie durch ein Android-Smartphone. Durch diese Erweiterung wurde einerseits das Reichweitenproblem der Fernbedienung gelöst, andererseits konnte nun auch die vielen nützlichen Funktionen des Android Smartphones (GPS, Kompass, Kamera, ...) ins Projekt mit einbezogen werden. Der Name ihres Projektes „AndroCopter“ ist aus  dem „Android“-Betriebssystems und dem Quadrokopter gebildet.

Die wesentlichen Software-Arbeiten der beiden Projektanten war das Schreiben eine Android-Applikation und die Programmierung einer Desktopanwendung. Mittels Web-Server wird die Verbindung zwischen dem „AndroCopter“ und den Clients (Smartphone bzw. PC) ermöglicht. Viel Arbeit wurde natürlich auch in die Adaption des AndroCopter-Smartphones investiert, weil hier sowohl die Steuerbefehle als auch die GPS- und Kompasswerte für das Fliegen einer bestimmten Route und das Durchführen verschiedener Aktionen, entsprechend aufbereitet werden.

Zusätzlich haben die beiden Maturanten eine eigene Homepage erstellt auf der sie ihr Projekt in Schrift, Bild und Film sehr ansprechend darstellen – http://waser.htl-braunau.at/androcopter/

„Ich bin mit meinen beiden Projektanten absolut zufrieden. Sie sind zuverlässig, konsequent, ideenreich, fachlich ausgezeichnet und unermüdlich beim Arbeiten. Ich freu‘ mich sehr, dass die beiden für das Halbfinale von Jugend Innovativ nominiert wurden und dadurch ihr ausgezeichnetes Projekt auch einem größeren Publikum bekannt wird“, lobt Dipl.-Ing. Waser die beiden Maturanten.