Selbstfahrender Rasenmäher

Programmierbarer, selbstfahrender Rasenmäher

Armin Pointinger und Maximilian Peterlechner haben einen selbstfahrenden Rasenmäher entwickelt, dem der abzufahrende Weg eingegeben werden kann und der dann den Rasen in optimaler Mähzeit bearbeitet.

„Unsere Idee war es, einen Rasenmäher so zu automatisieren, dass der gegebene Rasen systematisch abgemäht wird. Die herkömmlichen Rasenmähroboter sind nämlich nach Zufallsprinzip unterwegs und brauchen lange, bis die Arbeit erledigt ist. Wir wollen durch das Vorgeben des zurückzulegenden Weges den Mähvorgang optimieren“, erzählen Armin Pointinger und Maximilian Peterlechner, zwei Schüler aus der Abteilung Mechatronik, die unter Betreuung von Dr. Walter Rodenheber und Albert Reichhartinger ihre Diplomarbeit mit dem Thema „Selbstfahrender Rasenmäher“ realisieren.

Der Ablauf eines Mähvorgangs mit dem „Selbstfahrenden Rasenmäher“ der beiden Maturanten sieht so aus, dass der Rasenmäher an seine Startposition gestellt wird. Der Speicherungsprozess wird aktiviert. Nun wird mit der Fernbedienung die gewünschte Route gefahren. Der Mikrocontroller am Rasenmäher erfasst die Signale des Antriebsmotors und der Lenkung und speichert sie ab. Zusätzlich wird zu diesen Signalen die zugehörige Position vermerkt. Zum automatischen Mähvorgang können die Daten dann jederzeit abgerufen werden und der Mikrocontroller gibt die Befehle an den Antriebsmotor und der Lenkung. Kommt der Rasenmäher durch Unebenheiten des Rasens oder anderer Störfaktoren geringfügig vom Weg ab, so registriert dies das Positionserfassungssystem. Umgehend werden die Signale soweit verändert, dass der Rasenmäher wieder auf seiner ursprünglichen Route fährt.

Das große Problem, das die beiden Projektanten zu lösen hatten, war die Positionserfassung des Rasenmähers in der Ebene. Konzeptüberlegungen mit Ultraschall, Laser oder GPS waren entweder technisch oder finanziell nicht realisierbar, sodass sich die beiden für eine Positionserfassung mittels gespannter Fäden entschieden. „Uns ist klar, dass diese Lösungsoption nicht die optimale ist, aber uns geht es in erster Linie um Demonstrationszwecke und dafür reicht die Positionserfassung mittels Fäden und Winkelgeber aus“, begründen die beiden ihre Entscheidung.

„Ich bin mit der geleistet Arbeit sehr zufrieden“, betont der Projektbetreuer Dr. Rodenheber, der sich mit den beiden Maturanten auch über die Nominierung zum Halbfinale des Jugend Innovativ Wettbewerbes freut und dies als Bestätigung für die Qualität des Projektes sieht.