Heizen je nach Wetterbericht

Hannes Eder und Philipp Haigermoser beziehen bei ihrem Abschlussprojekt lokale Wettervorhersagen in die Regelung einer Heizung mit ein und sparen dadurch Energie.

„Weil uns Umweltschutz und insbesondere Energiesparen ein besonderes Anliegen sind, haben wir uns sofort für das Projekt "Wetterdatengesteuerte Heizungsregelung" interessiert, das die Firma R+S Regeltechnik und Schaltanlagenbau GmbH der HTL Braunau vorgeschlagen hat“, erzählen Hannes Eder und Philipp Haigermoser, beide Maturanten in der HTL Braunau, Abteilung Elektrotechnik, über den Einstieg in ihre Diplomarbeit, die von Dr. Walter Schacherbauer und Siegfried Horvath betreut wird.

Bei modernen Heizsystemen gibt es meist zwei Energiequellen, einerseits den Heizkessel, andererseits Solarkollektoren. Normalerweise bringt der Heizkessel den Wärmespeicher schon früh auf Temperatur, die Heizenergie des Sonnenkollektors geht dadurch oft verloren bzw. wird nur wenig genützt. Durch die Berücksichtigung der zu erwartenden Sonneneinstrahlung beim Heizverlauf spart nun die von den beiden Schülern vorgeschlagene Regelung wertvolle und vor allem auch teure Energie ein. Möglich ist diese Einsparung durch die Einbeziehung der lokalen Wettervorhersage in die Regelungssoftware.

„Eine wesentliche Herausforderung in unserem Projekt war der "Blick in die Zukunft". Um die Sonnenenergie optimal einsetzen zu können, benötigen wir eine Vorschau auf die lokalen Wetterdaten. Wir haben uns nach längerer Überlegung und dem Testen verschiedener Möglichkeiten dafür entschieden, diese Daten über die Webseite www.wetter.com einzubinden“, berichten die beiden Projektanten. Diese Daten werden dann über ein selbst erstelltes Programm  in einer Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) verarbeitet und an den Heizungsregler weitergegeben. Im Heizungsverlauf wird dabei die zu erwartende Tagestemperatur mit ihren Auswirkungen auf die Solarkollektoren berücksichtigt und damit deutlich Energie gespart.

„Ich bin mit der Arbeit der beiden Maturanten sehr zufrieden. Sie agieren sehr selbständig, arbeiten wirklich fleißig, halten einen guten Kontakt zur beteiligten Firma und haben eine sehr gute technische Lösung gefunden“, lobt Dr. Schacherbauer seine Projektanten. „Ich freue mich sehr, dass sie bei Jugend Innovativ eingereicht haben und mit ihrer Nominierung für das Halbfinale auch Anerkennung von außen finden.“