Roboterbau und gentechnische Untersuchungen am Tag der offen Tür

In der HTL entsteht gerade ein humanoider Roboter, der Bewegungen nachvollzieht und über Sprache gesteuert werden kann. Mit gentechnischen Untersuchungen wird der Krautfäule der Kampf angesagt. Erste Ergebnisse dieser und rund 50 anderer Projekte werden am Tag der offenen Tür, am Freitag, 1. Dezember 2017 präsentiert und zeigen das breite Ausbildungsspektrum an der HTL Braunau.

Humanoider Roboter, selbst in 3D-Druck gefertigt
Zwei HTLer arbeiten zurzeit an der Perfektionierung des humanoiden Roboters, an dem schon seit dem letzten Jahr gearbeitet wird. Nachdem der mechanische Aufbau geleistet und mit unterschiedlichen Servomotoren dem Roboter Beweglichkeit beigebracht wurde, stehen nun die Spracherkennung, die Sprachverarbeitung und die Sprachausgabe im Vordergrund. Zusätzlich arbeiten die beiden Projektanten an der Gesichts- und Gestenerkennung und sind mit dem Warten und Verbessern einzelner Hardwareteile beschäftigt. Vor allem die Sprach- und Bewegungssteuerung ist eine interessante, aber auch sehr komplexe Programmierproblematik. „Wir wollen mit unserem Roboter das Zusammenspiel von Mechanik, Elektrotechnik, Elektronik und Informatik verdeutlichen und haben damit bereits auf der Messe in Wels im Oktober 2017 großes Interesse geweckt. Beim Tag der offenen Tür werden wir unsere neuen Arbeiten vorstellen“, so die Projektgruppe.

Der Krautfäule den Kampf angesagt

„Viele Gärtner, die insbesondere Tomaten anbauen, haben ein Problem mit der Krautfäule. Die schönsten Tomaten werden vom Eipilz befallen und es entstehen braune Flecken, die nach einiger Zeit dazu führen, dass die Tomaten ungenießbar sind. Die derzeit erhältlichen Bekämpfungsmittel sind sehr giftig. Wir wollen einerseits umweltfreundliche und möglichst haltbare Mittel gegen diesen Schädling finden und andererseits auch versuchen Tomatenpflanzen so zu verändern, dass sie gegen Krautfäule resistent sind“, umreißt Theresa Holzner den Ausgangspunkt ihres Projektes. In einem ersten Schritt züchten die HTLerinnen nun Tomatenpflanzen und infizieren sie mit dem Eipilz. Daraus kultivieren sie dann den Schädling und testen in den kommenden Monaten verschiedene Mittel, die vor dem Pilz dauerhaft schützen. „Wir konzentrieren uns dabei auf umweltfreundliche Mittel, die auf der Pflanze auch bei nasser Witterung lange haltbar sind und gegen die der Pilz möglichst wenig Resistenzen entwickeln kann“, so Selina Maier. In einem weiteren Projektteil geht es dann auch um die Züchtung von Tomatenpflanzen, die aus sich heraus gegen den Pilz eine gewisse Resistenz aufweisen. Hierbei sind auch gentechnische Verfahrensschritte geplant.

HTL-Ausbildung – ein differenziertes Angebot

Insgesamt gibt es mehr als 50 Projekte am Tag der offenen Tür zu sehen. Anhand dieser Projekte lassen sich die Ausbildungsinhalte, aber auch die Unterschiede zwischen den drei Abteilungen der HTL (Elektronik und Technische Informatik, Elektrotechnik und Mechatronik) gut darstellen. Rund 120 Schülerinnen und Schüler und viele Lehrkräfte stehen bereit, um den Besuchern die HTL im Rahmen von Führungen und Gesprächen detailliert vorzustellen.

Begabungsförderung in der HTL
Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Begabungsförderung der HTL dar. Mit knapp 40 Postern und Ausstellungsobjekten werden dabei die technischen Zusatzangebote (Training für die Lego League, Vorbereitung auf die Informatikolympiade, Robotik), die sprachlichen Zusatzangebote (Englisch-Konversation, Italienisch, Spanisch, Russisch und Chinesisch), die Wettbewerbserfolge, die Persönlichkeitsbildung (Mitarbeit bei der Schulzeitung, bei der Bibliotheksgruppe), die kulturellen Veranstaltungen (Lesungen, Vorträge, Jazzkonzerte) und unsere Schulpartnerschaften vorgestellt. Und natürlich wird es auch von Zeit zu Zeit einen Auftritt der HTL Big Band geben, die auf ihre Weise den Tag der offenen Tür begleitet.

Herzliche Einladung
„Wir freuen uns, wenn viele Besucher am Tag der offenen Tür in die HTL kommen. Die Chancen, in der HTL aufgenommen zu werden, sind ausgezeichnet. Im letzten Jahr schafften das alle Bewerberinnen und Bewerber, die die Aufnahmebedingungen erfüllt haben. Ab 1. Dezember ist auch eine Erst-Anmeldung möglich“, so Bildungsberater Mag. Anton Planitzer.
„Mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler nutzen auch in diesem Schuljahr die Ausbildung zur Technikerin bzw. zum Techniker an der HTL Braunau. Mehr als 250 Stellenangebote für sehr gut bezahlte Jobs (zwischen rund 30.000 bis 35.000 pro Jahr beim Einstieg) haben Firmen im letzten Jahr an die HTL Braunau gesandt. HTL-Absolventen können sich nach drei Jahren Fachpraxis zum mittlerweile bachelorwertigen „Ingenieur“ zertifizieren lassen. Eine Ausbildung an der HTL ist aber auch eine hervorragende Basis für ein Studium und lohnt sich jeder Hinsicht. Wir freuen uns über alle Interessenten, die sich bei uns näher informieren oder beraten lassen wollen“, betont Dir. Hans Blocher.

HTL Redaktion am 25.11.2017

blog comments powered by Disqus