Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming - Definition

  • GM ist eine Methode zur Erreichung von Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit für Frauen und Männer, die 1985 erstmals bei der 3. Weltfrauenkonferenz in Nairobi vorgestellt wurde
  • EU entwickelte diese Methode weiter, GM im Sinne einer Top-down-Strategie in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verankern
  • Österreich hat 2000 im „Amsterdamer Vertrag“ das Gesetz GM ratifiziert
  • GM ist eine Strategie, die niemanden übervorteilt oder seiner Machtbefugnisse/-bereiche beraubt oder ihn einschränkt
  • GM fördert beide Geschlechter (Männer UND Frauen, Burschen UND Mädchen), es erweitert die (beruflichen) Rahmenbedingungen für beide
  • GM nimmt den Geschlechterunterschied wahr, erkennt Rollenklischees (Arzt, Krankenschwester) als solche, deckt Rollenerwartungen (Mechaniker, Kindergärtnerin) auf und hinterfragt sie (VS-Lehrer, Technikerin)
  • GM setzt sich aus zwei Begriffen zusammen – „Gender“ (Geschlechterzuordnung, gesellschaftlich genormtes Geschlecht – Indianer kennt keinen Schmerz und ist „schwul“, wenn er Frisör werden will, ein Mädchen soll kochen etc. können und schafft z.B. die HTL sowieso nicht) und – „Mainstream“ (Hauptstrom, das, was alle tun, was „in“ ist, modern …)
  • gesellschaftlich genormtes Rollenklischee/Rollenverhalten behindert Entwicklungsmöglichkeiten außerhalb der gesellschaftlich akzeptierten Norm (Hauswirtschafts- und Kochlehrer/Elektrikerin)
  • GM entwickelt Strategien, die auf individuelle Bedürfnisse unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen eingehen, um Chancengleichheit für beide Geschlechter zu ermöglichen – Mann und Frau sind nicht gleich (biologisches Geschlecht „sex“) aber gleichwertig

Ansprechpartnerin

Gerda Schneeberger

Raum-Nummer: E07
Durchwahl: 250
Sprechstunde: nach telefonischer Vereinbarung

gerda.schneeberger(at)htl-braunau.at