Ischl war eine Reise wert

Auf große Begeisterung bei den Big Band Mitgliedern ist das dreitägige Probenwochenende in Bad Ischl gestoßen. Von Freitag, 30. April bis Sonntag, 2. Mai gab es intensive Probenzeit aber auch genügend Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein. Abgeschlossen wurde das Ganze von einem viel beachteten und gelobten Konzert im K. u. K. in Bad Ischl.

Was mir am Probenwochenende gefallen hat

Julia Maurer (3 BHMEA) beschreibt im Folgenden, wie sie das Probenwochenende erlebt hat. Sie hat außerdem einige Bandmitglieder befragt, wie sie die drei Tage empfunden haben.

 

Ein erfahrungsreiches Wochenende, an welchem wir sehr viel Spaß hatten und uns besser kennenlernten, nicht nur in den Proben, sondern auch in der Freizeit, egal ob beim Bratlessen oder in der Kaisertherme. So kann man das Probenwochenende, vom 30.April bis 2.Mai, der HTL Big Band in der Kaiserstadt Bad Ischl beschreiben.

Warum kann sich ein Absolvent dazu motivieren an diesem Ausflug teilzunehmen, obwohl er eigentlich aus beruflichen Gründen die Proben nicht mehr besuchen kann?


Lang Daniel (Percussion): „Auch wenn ich der einzige Absolvent war, so hat es mich sehr gefreut und ich bin immer wieder gerne dabei, wenn meine Rolle als Percussionist auch nur "nebensächlich" scheint.
Ich habe jetzt schon bei zahlreichen Bands, Kapellen und Gruppen gespielt, aber ich muss zugeben, bei einer Band, in der alle mit so viel Freude und Begeisterung bei der Sache sind, ist mir selten untergekommen!
Auch wenn mir mein Berufsleben nicht allzu viel Zeit übrig lässt an den Proben teilzunehmen, so würde es mich schon freuen, auch in Zukunft bei diversen Auftritten (und auch Ausflügen, wenn es sich ausgeht) dabei zu sein. Ich bin zwar im Vorstand des HTL Absolventenvereins, dennoch habe ich eine innigere Bindung durch die HTL-Big Band zur Schule.“

Wie sind die Proben aus eurer Sicht gelaufen? Was hat euch an diesem Wochenende am Besten gefallen?
Silvia Knoblechner (Klarinette): „Bei den Proben hat mir am Besten gefallen, dass wir neue Stücke gelernt haben und dabei nicht zu lange zum Einstudieren gebraucht haben. Was auch lustig war, war die Kaisertherme. Mit Bad Ischl haben wir genau den richtigen Ort getroffen!“

Simon Schlager (Tuba): „Also mir hat besonders gefallen, dass wir Musik und Spaß super verbunden haben. Das Wochenende war gut geplant und es war immer was am Programm. Das Konzert war auch super, das hat man ja auch am Feedback der Zuhörer gemerkt. Und man hat auch einmal alle kennengelernt, als „Jahrling“.“

Welche Eindrücke sind von diesem Wochenende geblieben?
Anton Herrmann (Dirigent, Pianist, Sänger, Arrangeur, Lehrer): „ Ich habe die 3 Tage des Big Band Ausflugs richtig genossen.
Das lag zum einen daran, dass wir endlich  gemeinsam  und fast vollständig besetzt  richtig viel  Zeit hatten  effektiv zu proben und musikalisch  zu feilen. Ich denke der große Erfolg beim  Standkonzert am Sonntag ist u.a. auch dieser Probenarbeit zuzuschreiben.
Zum anderen fühlte ich mich in diesen Tagen wieder in die Zeit meiner Jugend versetzt, wo ich als Trompeter in einer Blaskapelle und später als Dirigent einer Big Band viele ähnliche Fahrten unternommen habe.
Nicht zuletzt wurde mir einmal mehr bewusst, dass ich als etwas "älteres Semester" durch unser gemeinsames musikalisches Interesse und die kameradschaftliche Zusammenarbeit mit den Big Band Musikerinnen und Musikern geistig frisch und aufgeschlossen bleibe.... und  das  glaube ich freut mich mehr als so mancher perfekt gespielte Bläserriff !“

An diesem Wochenende haben wir durch mindestens dreieinhalb Stunden Probe am Tag unser musikalisches Zusammenspiel verbessert und an der Interpretation der Musikstücke gearbeitet. Der Ausflug war auch sehr wichtig um ein besseres Vertrauen untereinander aufzubauen, denn wir sind 28 MusikerInnen, davon vier Mädls, die dreizehn verschiedene Klassen besuchen und Mitglieder bei verschiedensten Musikkapellen Oberösterreichs sind. Kurz gesagt, wir kennen uns kaum. Beim Musizieren ist es aber sehr wichtig die Stärken und Schwächen der Anderen zu kennen, damit kein Konkurrenzkampf untereinander entsteht und man sich auf den Anderen verlassen kann. Das Klima in der Band strahlt natürlich auch nach außen und so merken auch die Zuhörer ob die Musiker Freude am Musizieren haben oder nicht.
Die intensive Probenarbeit an den drei Tagen wurde dann am Sonntag beim Standkonzert im k.u.k. Hofbeisel Gastgarten durch sehr viel Applaus und Jubel der Zuhörer belohnt. Es wurde sogar eine Zugabe vom Publikum gefordert und darum gaben wir nochmals „Mercy, Mercy, Mercy“ zu unserem Besten. Immerhin war dieser Auftritt der Erste, welchen die HTL Big Band in der Öffentlichkeit absolvierte und ich denke den haben wir sehr gut gemeistert.

Natürlich wäre dieser Ausflug nicht ohne finanzieller Unterstützung der Schule zustande gekommen und deshalb möchten wir uns recht herzlich bei der Schulleitung bedanken, und hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder die Möglichkeit bekommen, eine ähnliche Schulveranstaltung durchzuführen.
Dank, gilt natürlich auch unseren Organisatoren und nicht zuletzt unserem Hornisten Thomas Pfandl der sich unermüdlich vor und während der drei Tage um Reservierungen, Anlagentransport und das Zustandekommen des Standkonzerts bemüht hat.
Last but not least, darf man die wichtigste Person der Big Band, unseren engagierten Dirigenten, Pianisten, Sänger, Arrangeur und Lehrer, Anton Herrmann, nicht vergessen.  Er motiviert uns immer wieder zu großartigen Leistungen und hilft uns das Gefühl für die Jazzmusik zu finden.