Teilnahme an Chinas größter Messe für den Wissenschaftsnachwuchs

Martin Schalk und Johannes Schlarp, beide Maturanten der HTL Braunau, haben Österreich beim „25th China Adolescents Science and Technology Innovation Contest“ vertreten. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Johannes Schlarp und Martin Schalk haben beim Wettbewerb Jugend Innovativ im Mai dieses Jahres mit ihrem Maturaprojekt „Blinkerautomatik für Motorräder“ nicht nur den 2. Preis im Bereich Engineering erreicht, sondern sie wurden auch ausgewählt, dass sie beim „25th China Adolescents Science and Technology Innovation Contest“, kurz CASTIC, teilnehmen. Anfang August machten sie sich deshalb nach Guangzhou, der drittgrößten Stadt Chinas, auf, um ihr Projekt entsprechend zu präsentieren. „Zu Beginn unserer Reise waren wir sehr froh, von Jana Zach, der Wettbewerbsleiterin von Jugend Innovativ begleitet zu werden, um zumindest eine vertraute Person bei uns zu haben“, erzählt Martin Schalk.

All Bedenken waren jedoch wie weggeblasen, als sie am Flughafen von Guangzhou von einer Menge fröhlicher Studenten in Empfang genommen wurden, die sich die ganze Woche rührend um das HTL-Braunau-Team gekümmert haben.

Der Wettbewerb selbst fand in einer riesigen Halle statt, die von oben wie eine Blume aussah. Dort haben ca. 400 chinesische Teams und 24 internationale Teams drei Tage lang ihre Projekte vorgestellt. Um in die Halle zu gelangen, musste man neben vielen Securities auch drei Metalldetektoren passieren. Die Messe war also sicherheitsmäßig ganz besonders organisiert. Das Projekt stieß auf großes Interesse und die beiden HTL-Absolventen mussten ihre Arbeit viele Male vorstellen. Das HTL-Team wurde – so wie alle anderen Teilnehmer – von einer Jury bewertet.

Neben der Projektpräsentation war auch dem Sightseeing etliche Zeit gewidmet. „Als wir an einem Abend in die größte Einkaufsstraße der Stadt gefahren sind, wurden die meisten Klischees die man von China hat bestätigt. Im Durchschnitt sind die Chinesen einen Kopf kleiner und nach einer Minute sehen einfach alle gleich aus. In den Straßen kommt man sich vor wie in einem chinesischen Computerspiel, da es von allen Seiten bunt leuchtet und blinkt“, berichtet Johannes Schlarp. Gewöhnungsbedürftig empfanden die beiden Maturanten manchmal das Essen: Spätestens als es Hühnchen gab und der Kopf der Henne auch auf dem Teller lag, waren die Unterschiede zur österreichischen Küche handgreiflich.

Während der ganzen Woche hatten Johannes und Martin das Gefühl Superstars zu sein, da keine Minute verging, in der es nicht hieß: „Can I take a photo with you, please?“ Die Preisverleihung war aufgrund mehrerer chinesischer Tanzgruppen sehr amüsant, obwohl natürlich das Sprachproblem ein genaueres Mitverfolgen verunmöglichte. Erfreut waren die beiden Innviertler, dass sie unter den internationalen Teams so wie acht andere für außergewöhnliche Leistungen besonders ausgezeichnet wurden.

Die chinesischen Veranstalter waren sehr gastfreundlich und wirklich um unser Wohl bemüht. Zwischendurch gab es hin und wieder einen kurzen Chinesischunterricht mit den Studenten.  „Zumindest können wir jetzt unseren Namen auf Chinesisch schreiben“, erzählen die beiden HTL-Absolventen.  Die Kontakte zu den anderen internationalen Teilnehmern waren ihren Berichten nach ebenfalls sehr nett. Insgesamt betrachtet war die Reise ein unbeschreiblich tolles Erlebnis für beide.

Ihr besonderer Dank gilt den Projektbetreuern Herrn Fasching und Herrn Deschberger, die diese Reise durch die umsichtige Betreuung mit ermöglicht haben und auch Frau Jana Zach, die eine hervorragende Reisebegleiterin war.

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