Höhere Sicherheit für Motorradfahrer

Mit ihrem Projekt „Blinkerautomatik für Motorräder“ haben Martin Schalk und Johannes Schlarp (beide 5 AHETE) unter Betreuung von Dipl.-Ing. Johannes Fasching die Grundlagen für mehr Sicherheit für einspurige Kraftfahrzeuge geschaffen. Ihr Projekt wurde deshalb auch für das Finale des Wettbewerbes Jugend Innovativ 2010 ausgewählt.

Am Anfang des Projektes stand eine gefährliche Situation im Straßenverkehr. „Ein Motorradfahrer hatte vergessen seinen Blinker auszuschalten und ich habe gerade noch eine Kollision verhindern können“, erzählt Martin Schalk und fügt hinzu, dass er seit diesem Zeitpunkt überlegt hat, wie so ein Zwischenfall technisch verhindert werden kann. Gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Johannes Schlarp hat er dann in OStR. Dipl.-Ing. Johannes Fasching den idealen Betreuer für das Projekt „Blinkerautomatik für Motorräder“ gefunden.

Kurz zusammengefasst geht es bei ihrem Projekt darum, dass der Blinker aufgrund der Faktoren Neigung, Lenkeinschlag und Geschwindigkeit des Motorrads automatisch rückgesetzt wird. Am Motorrad werden verschiedene Sensoren angebracht, die den Lenkeinschlag, die Schräglage und die Geschwindigkeit messen und diese Daten an einen Mikrocontroller liefern. Aufgrund eines Programmes wird dann entschieden, ob der Blinker automatisch zurückgestellt wird oder nicht.

Nach Beschäftigung mit den unterschiedlichen Sensoren sowie der Auswahl des Mikrocontrollers haben die beiden Schüler ein Programm geschrieben, das alle Situationen berücksichtigt und die richtigen Anweisungen gibt. Rund 70 Stunden investierten sie in die Programmierung, wobei ein stabiles und erweiterbares Programm in C entstanden ist.

Da die Schüler von der Fa. KTM Sportmotorcycle AG einen Motorrad-Rahmen zur Verfügung gestellt bekommen haben, konnten sie ihr Projekt auch entsprechend praktisch umsetzen. Sie bauten ein Gestell, auf dem die Schräglage des Motorrads simuliert werden kann, und integrierten zur Geschwindigkeitssimulation auch einen entsprechenden elektrischen Antrieb für ein Vorderrad. Am gesamten Aufbau lassen sich nun die einzelnen Teile und Abläufe gut darstellen und testen.

„Wir sind gespannt, ob unser Prototyp von der Industrie aufgegriffen wird“, erzählt Johannes Schlarp. „Immerhin gibt es laut Kuratorium für Verkehrssicherheit jährlich fast 3500 verletzte Zweiradfahrer bei Unfällen im Kreuzungsbereich und eine Blinkerautomatik würde diese Zahl sicher verringern. Eine  ersten Anfrage der Firma KTM haben wir bereits erhalten. Wir werden demnächst unser Projekt Firmenvertretern vorstellen.“

Dipl.-Ing. Johannes Fasching ist mit der Projektarbeit der beiden Schüler sehr zufrieden und freut sich, dass die Arbeit der Schüler durch den Einzug ins Finale von Jugend Innovativ auch außerhalb der Schule gewürdigt wird. Er bedankt sich auch sehr herzlich für die Unterstützung durch die Firma KTM Sportmotorcycle AG.

 

 

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