Die Qualität des Lichtes messen

Ein Gerät, mit dem man die Qualität des Lichtes messen kann, entwickeln Öhlböck Bettina (5DHELI) und Weilbuchner Bianca (5CHELI) im Rahmen ihres Abschlussprojektes. Sie bauen ein einfach handhabbares Gerät, das eine schnelle und effektive Lichtmessung ermöglicht.

„Licht reguliert ganz wesentliche Lebensabläufe. Menschen, die nicht genügend in freier Natur sind, müssen besonders achtgeben, dass qualitativ hochwertiges Licht in ihrer Umgebung Verwendung findet. Ist dies nicht der Fall, so können sich daraus auch ernsthafte Probleme für die Gesundheit und das psychische Wohlbefinden ergeben. Deshalb waren wir vom Projekt "Light Quality Measurement Device" sofort begeistert“, erzählen Bettina Öhlböck und Bianca Weilbuchner, beide Schülerinnen der Abteilung Elektronik/Technische Informatik, schulautonomer Zweig Bionik, über den Einstieg in ihr Projekt, das sie unter Betreuung von Dipl.-Ing. Roland Sageder in diesem Schuljahr erstellen.

Nach intensiven Literaturrecherchen und dem Besuch einer Beleuchtungsmesse wurden die einzelnen Funktionalitäten des zu entwickelnden Lichtqualitätsmessgerätes festgelegt. Mittels unterschiedlicher Sensoren wird das Licht, das zuerst mit einem Prisma in seine Spektralbestandteile aufgespalten wird, erfasst und dann an einen entsprechend programmierten Mikrocontroller weitergeleitet, der dann Beleuchtungsstärke und Farbtemperatur auswertet und ausgibt. Mittels einer Fotodiode wird das Lichtflimmern gemessen und akustisch wiedergegeben. Qualitativ hochwertiges Licht darf keinerlei wahrnehmbares Flimmern aufweisen.

Am graphischen Display wird die Beleuchtungsstärke in der Einheit Lux als Zahlenwert ausgegeben. Weiters vermittelt das Display, welche Intensität die einzelnen Farben des Lichtspektrums haben. Diese Daten werden in Form eines Balkendiagramms graphisch veranschaulicht. Um am Display die Anzeige zwischen dem Diagramm und der gemessenen Beleuchtungsstärke umschalten zu können, sind zwei Taster vorgesehen. Ein Taster ist für das „Vorwärtsschalten“ zuständig und der zweite Taster ist für das „Zurückschalten“ verantwortlich. Der zusätzliche dritte Taster wird für das Ein- und Ausschalten des Lichtqualitätsmessgeräts benötigt.

„Sowohl die Arbeit an der Hardware als auch der Programmieraufwand ist relativ intensiv. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir zu Schuljahresende ein funktionsfähiges Lichtmessgerät haben. Über eine mögliche wirtschaftliche Verwertung haben wir zwar kurz nachgedacht, aber zuerst ist uns die technische Realisierung wichtig“, berichten die beiden Schülerinnen, die ihr Projekt auch beim Wettbewerb Jugend Innovativ eingereicht haben und die damit auch für das Halbfinale nominiert wurden.

Der Projektbetreuer Dipl.-Ing. Roland Sageder ist mit der Arbeit der beiden Projektantinnen sehr zufrieden und freut sich, dass die engagierte Arbeit der beiden durch den Wettbewerbserfolg belohnt wurde.

Herzliche Gratulation sowohl den Schülerinnen als auch dem Projektbetreuer!