Videoworkshop 2010 - Video: Ja oder Nein?!

 

Mein drittes Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Die letzten drei Wochen scheinen schon einmal einen Vorgeschmack auf die Ferien zu geben. Vor der letzen Schulwoche noch ein Videoworkshop. Nach den allgemeinen Informationen freute sich die ganze Klasse auf eine gemütliche Woche mit viel Freizeit und sporadischen Schulbesuchen. Denkste!


Zu sechst machten wir uns an die Arbeit. Der Plan lautete: Konzept am Montag; Dienstag und teils Mittwoch drehen und ab Donnerstag Filmschnitt. Ein Musikvideo sollte es sein. Alleine die Entscheidung, welches Musikstück wir nehmen sollten, dauerte den ganzen Montag. Schließlich wurde die Entscheidung auf Dienstag vertagt. Während die anderen Gruppen am nächsten Tag schon filmten, starteten wir noch einmal ganz am Anfang. Nach vielen guten Ideen und kreativen Vorschläge hatten wir schlussendlich etwas in der Hand. Wir entschieden außerdem, in keinem Bild die HTL oder das Internat zu zeigen, um uns ein wenig von anderen Filmen abzuheben. Dann konnte es schon losgehen.

Besonders bedanke ich mich an dieser Stelle bei Jakob Arnold für Drehort, Verpflegung und die Arbeit als Taxiunternehmen. Zum Dreh gibt es zu sagen: Er war verdammt zeitaufwändig, machte aber trotzdem richtig Spaß. Am Abend schauten wir schon mal über das Material – das sollte noch eine Menge Arbeit werden. Manche Szenen mussten wir natürlich noch nachdrehen. Trotzdem startete ich parallel am Mittwochmorgen mit dem Schneiden. 17GB Roh-Material! Schnell Adobe Premiere öffnen? Nach einem kurzen 15-Minuten-Tutorial ging es los. Von Mittwochmorgen bis Freitagmorgen haben Alex Neuwirth und ich dann geschnitten – zum Schlafen sind wir nicht wirklich gekommen. Bis kurz vor der Präsentation in der HTL-Aula hat es dann gedauert, bis das Video komplett fertig war – in letzter Minute!

Mir persönlich gefallen drei Videos besonders gut, die ich hier erwähne. Einerseits der Flash-Forward-Trailer der damaligen 4BHELI, dessen Aufwand enorm war. Mich fasziniert, wie in den wenigen Tagen so viele Schüler und vor allem Lehrer überredet wurden, mitzuspielen. Der  Film aus meiner Klasse „Und täglich grüßt die Hausübung“ gefällt mir auch sehr gut, da er mit einfachen Mitteln gedreht, aber mit viel Humor versehen wurde. Zu guter Letzt „promote“ ich noch den Film „Ei-Gschissn“. Er beweist, das eine sehr lustigen Handlung und viel Charme eine gute Mischung für einen Film sind, den man sich gerne wieder ansieht.

Wenn ich jetzt nach drei Monaten das Video meiner Gruppe, „Ja oder Nein“,  ansehe, dann fallen mir viele Fehler und falsche Schnitte auf, aber auch sehr viel Arbeit und vor allem viel Spaß. Vorgeschmack auf die Ferien? Wohl kaum. Viel Arbeit, aber trotzdem war es mir 1000 Mal lieber, als eine 08/15-Schulwoche. Die großen Freiheiten, wie nicht am Schulgelände sein zu müssen, motivieren mich sehr, da man dabei auch extravagante Ideen umsetzen kann. Ich hoffe wirklich, dass wir in der vierten Klasse noch einmal so eine Chance haben, um an das nächste Video ein wenig professioneller herangehen zu können. Einziger Vorschlag wäre, die Vorführung am letzten Workshop-Tag größer zu gestalten und vielleicht mit etwas professionelleren Leuten zu besetzten, was eine faire Abstimmung garantieren würde.

Videos der 3BHELI 2009/10

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