Heimtrainer mit Gegenwind

Eine interessante Abschlussarbeit hat Daniel Pointner (4 AFET) erstellt. Er nutzt einen Hometrainer zur Energiegewinnung und betreibt damit einen Ventilator, der den Fahrtwind simuliert.

Ein ambitioniertes Abschlussprojekt hat Daniel Pointner (4 AFET) unter Betreuung von Siegfried Horvath erstellt. Er hat einen Heimtrainer an einen Generator gekoppelt und erzeugt damit Strom. Dieser Strom wird zum Betrieb eines Ventilators genutzt, der einerseits den realen Fahrtwind simuliert, andererseits kann die Drehzahl des Ventilators auch manuell eingestellt werden.

„Eigentlich hat mich mein Vater auf dieses Projekt gebracht. Er fährt meist im Heizraum mit seinem Heimtrainer und da hat er gemeint, dass ein Ventilator eine tolle Sache wäre. Herr Horvath ist dann gleich auf die Idee eingestiegen und so hab’ ich mit meinem Projekt begonnen.“, erzählt Daniel von der Zeit der Ideenfindung.

Nach der Konzeption des Projektes standen dann umfangreiche mechanische Arbeiten an, die in der Werkstätte der HTL durchgeführt wurden. Der Fachschulabsolvent hat einen Rahmen für seinen Heimtrainer gebaut, auf dem ein beliebiges Fahrrad als Trainingsgerät verwendet werden kann. Durch entsprechende Ausführung kann am Grundgerüst der Radaufhängung die Grundplatte für den Motor verstellt werden, wodurch sowohl 26-Zoll als 28-Zoll Räder verwendet werden können. Über einen Generator wird dann Energie erzeugt, die in zwei Bleigel Akkus gespeichert wird und die den Ventilator betreiben. Ein zweiter, kleiner Generator liefert in Verbindung mit einer entsprechenden Elektronik den Hinweis darauf, wie schnell am Heimtrainer gefahren wird und über eine Operationsverstärkerschaltung kann der Ventilator automatisch gesteuert werden. Daneben ist aber auch noch eine manuelle Steuerung möglich. Über ein am Fahrrad montiertes Bedienpult kann eine fixe Ventilatordrehzahl eingestellt werden. Zusätzlich lässt sich über dieses Pult auch noch der Ventilator auf- und ab bewegen und die aktuell erzeugte elektrische Leistung ablesen.

Das Jahresprojekt des Schülers ist in allen Teilen fertig gestellt und kann – nach einer Reihe von Tests – jederzeit in Betrieb gehen. Einer Verwendung des Heimtrainers im warmen Heizraum steht also nichts mehr im Wege.

„Ich bin mit der Arbeit, die der Schüler geleistet hat, sehr zufrieden. Sowohl im mechanischen aber auch im elektrischen Teil der Arbeit hat er sich wirklich bewährt. Daniel hat sein Projekt mit sehr großem Fleiß (auch in vielen Stunden außerhalb der Unterrichtszeit) praktisch im Alleingang fertiggestellt. Es freut mich für ihn, dass sein großer Fleiß belohnt wurde und die Arbeit zeitgerecht fertig geworden ist“, berichtet Siegfried Horvath, der dieses interessante Projekt mit sehr gut beurteilt hat.

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