Mobiles Diagnose System für Solaranlagen

Mobiles Diagnose System für Solaranlagen

Zur vollsten Zufriedenheit der Firma Fronius und ihres Betreuers Mag. Hans Jakob haben Fabian Frauscher und Erik Reindl ihre Diplomarbeit erstellt. Ihr Diagnosesystem für Solaranlagen wird bereits praktisch eingesetzt.

Fabian Frauscher und Erik Reindl aus dem fünften Jahrgang Elektronik, schulautonomer Zweig Media-Engineering haben die Informatik-Abteilung der Firma Fronius in Wels beeindruckt. Der ursprüngliche Auftrag von Firma und Projektleiter „Erstellen einer Studie zur Machbarkeit eines mobilen Diagnose-Systems für Solaranlagen“ wurden von den  Schülern wesentlich erweitert. Die beiden Schüler erstellten nicht nur die Studie, sondern überreichten anfangs Juni den Firmenvertretern ein voll funktionsfähige Diagnose-System.

Fronius International in Wels ist weltweit eines der führenden Unternehmen im Bereich der Wechselrichter-Technologie. Und Wechselrichter sind eines der Herzstücke von Solar-Anlagen, von ganz klein bis ganz groß. Herr Wittmann, Leiter der Software-Entwicklung, ist im vergangenen Sommer an Prof. Jakob, HTL Braunau, mit der Frage herangetreten, ob es möglich wäre, eine Machbarkeits-Studie zu folgender Projekt-Idee auszuarbeiten: Solar-Anlagen der Firma Fronius sollen per Handy überwachbar sein, und bei Störungen soll eine Fehler-Ferndiagnose ermöglicht werden.  

Fabian Frauscher und Erik Reindl aus der 5 BHELI nahmen die Herausforderung gleich voller Begeisterung an und bereits Mitte November konnte sie die Studie vorlegen. Die Arbeit der beiden erläuterte die zu verwendenden Technologien und einen detaillierten Lösungsweg. Gleich anschließend an die „Pflicht“ ließen die beiden sozusagen die  „Kür“ folgen: Sie begannen das Projekt mittels Java Micro Edition selber zu realisieren.

Nach vielen Stunden des Programmierens, während der Unterrichtszeit, an Abenden und an Wochenenden ist das System inzwischen so weit gediehen, dass es im Probebetrieb klaglos läuft. Mit Hilfe von zwei, drei Tastendrucken kann der Benutzer am Handy aus einer Liste die gewünschte Solar-Anlage anwählen. Daraufhin verbindet sich das Programm selbstständig über das Internet mit einem in die betreffende Solaranlage integrierten Webserver. Dieser schickt nun die relevanten Anlagendaten und ein von den Schülern geschriebener Diagrammgenerator zeigt die Daten in Form einer übersichtlichen Grafik.

Nach dem Ansehen der Daten kann der Benutzer einen Snapshot der Daten machen. Dieser wird vom Programm in einer Tabelle lokal gespeichert, sodass der Benutzer später dann die Anlagen-History ansehen kann. Bei der Vorstellung des Prototypen des Programms bei der Firma Fronius Anfang März lautete der Kommentar von Herrn Wittmann und seinen Mitarbeitern: "Das hätten wir uns bei Weitem nicht erwartet, wir sind sehr beeindruckt."

Das von den beiden Schülern unter der Betreuung von Prof. Jakob entwickelte System stellt am Solarmarkt eine Innovation dar.  Es ist gedacht für Installateure und Service- Techniker, denen die Wartung und das klaglose Funktionieren von Solar-Anlagen obliegt. Innerhalb weniger Sekunden kann der Benutzer auf seinem Handy die Daten einsehen, ganz gleich, ob er nun 10 Meter oder 10 Kilometer von der Anlage entfernt ist.

 

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