Werkstätte

Ohne Werkstätte keine HTL

Gerade die Werkstättenausbildung ist der prägende Stempel der HTL-Ausbildung. Das geht aus Gesprächen mit Firmenvertretern, aber auch aus Umfragen deutlich hervor.

Magna Steyr nimmt FH-Absolventen nur auf, wenn sie davor eine HTL besucht haben. Auch bei B&R gibt es ähnliche Aussagen und eine Reihe von Unternehmen schließen sich an. „Gerade die praktische Ausbildung ist für das Verstehen von Produktionsabläufen wesentlich. Was ein Schüler, eine Schülerin in den einzelnen Werkstätten selbst erarbeitet und erprobt hat, vermittelt ein Gespür für Zusammenhänge zwischen Theorie und Praxis und stattet mit dem elementaren Wissen um die Umsetzbarkeit des erworbenen Wissens
aus“, so einer der vielen Firmenvertreter, die mit der Schule kooperieren.


Auch Direktor Hans Blocher bestätigt: „Die Schüler/innen verbringen bei uns in den ersten vier Jahren rund 150 Tage in der Werkstätte. Gerade in den kleinen Gruppen werden sie sehr gut gefördert und bekommen neben der fachlichen Kompetenz auch eine gute Einführung in Teamarbeit und in soziale Zusammenhänge. Die Zeit wird in den Werkstätten gut genützt, um Techniker/innen auszubilden, die einen bleibenden Bezug zur Praxis haben. Gerade das Selber-Tun unterscheidet uns von ähnlichen technischen Ausbildungsstätten in anderen Ländern. Solche Grundlagen können später nie mehr nachgeholt werden. Studenten/innen an der FH oder der Universität lernen diese Form von Praxis nicht mehr kennen“.

Die Leitlinien für die Werkstättenausbildung sind klar – wir bilden im Werkstättenunterricht keine Spezialisten für besondere Detailbereiche aus, sondern bemühen uns um eine möglichst breite Basis. Die Schüler/innen sollen  elementare Kenntnisse in einer ganzen Reihe von Fertigkeiten und Bereichen erhalten, die ihnen einen Überblick ermöglichen.

Wer die Abschlussprojekte der Fachschüler/innen ansieht oder auch die breite Unterstützung bei den Maturaprojekten betrachtet, der erhält ein eindrucksvolles Bild von der Leistungsfähigkeit der Werkstätte und vom Engagement der Werkstättenlehrer. Es ist uns ausgesprochen wichtig, dass die Schüler/innen in vielen Werkstättenlehrern einen Ansprechpartner in fachlichen und in menschlichen Fragen finden. Denn dadurch bekommen die Schüler/innen  einen Umgangsstil mit, der für ihr späteres Berufsleben von großer Bedeutung ist.


Wir haben ein wichtiges Anliegen erreicht, wenn Schüler/innen gern in den Werkstättenunterricht kommen, sich hier wohl fühlen und zu selbständigen Techniker/innen herangebildet werden.

Alois Hofstätter, Werkstättenleiter