Informatik intensiv

Christoph Sperl (5AHELS 2010) und Markus Hasenöhrl (5AHELS 2012), zwei der besten Absolventen der HTL Braunau, haben knapp vor Weihnachten vor mehr als 400 Schüler/innen ihren Weg nach der HTL vorgestellt und sind dabei insbesondere auf die Bedeutung der Informatikolympiade eingegangen.

Christoph Sperl und Markus Hasenöhrl haben die HTL Braunau mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen und sind auch in ihren Studien – Christoph Sperl Informatik in Linz und Markus Hasenöhrl Technische Physik in München – ähnlich unterwegs gewesen. Auf Einladung der Elektronikabteilung der HTL Braunau haben sie am 21.12. ihre Erfahrungen aus Studium und Beruf vorgestellt. Nach ihrem Vortrag haben sie für 20 Schüler ein Vorbereitungsseminar für die Informatikolympiade abgehalten, bei dem sie vor allem die Herangehensweise an komplexe Programmierbeispiele behandelten.

Christoph Sperl hat im Anschluss an die Matura in Salzburg seinen Präsenzdienst abgeleistet („Wir hatten dort eine ausgesprochen gute Kameradschaft“) und ist dann, nach einigem Überlegen an die Kepler-Uni nach Linz gegangen und hat dort Informatik studiert. 2014 hat er ein Auslandssemester in Oxford absolviert und dann 2016 in Mindeststudiendauer seinen Abschluss gemacht. Bereits während des Studiums war er bei sehr renommierten Firmen wie Catalysts GmbH oder Facebook im Rahmen mehrmonatiger Praktika tätig, seit 2016 arbeitet er bei Google in München.  

Markus Hasenöhrl war nach der HTL als Zivildiener im Braunauer Seniorenheim tätig („War eine ausgesprochen wichtige Zeit für mich, die ich keinesfalls missen möchte“). Nach Abwägung unterschiedlicher Optionen hat er sich dann für das Studium der Technischen Physik an der TU und der LMU München entschieden. Momentan ist er auf einem Auslandssemester in Brighton/GB und wird nun seine Masterarbeit schreiben. Markus wird an der Universität bleiben und kann sich eine wissenschaftliche Tätigkeit gut vorstellen.

In ihren Ausführungen vor den Schüler/innen berichteten die beiden unter anderem über ihre HTL-Zeit („Genau die richtige Schule für mich“), ihre Studienwahl („Informatik hat mich interessiert, Linz hat eine gute Informatikausbildung und liegt in angenehmer Nähe zu meinem Heimatort St. Johann“ (Sperl); „Ich hab‘ lange überlegt und mich intensiv informiert, was ich machen soll, schlussendlich ist es dann Technische Physik geworden, weil das ein interessantes Grundlagenfach ist; München bietet einfach sehr viele Möglichkeiten auch innerhalb der jeweiligen Fächer“ (Hasenöhrl)), ihr Auslandssemester („Absolut empfehlenswert – man lernt interessante Leute aus der ganzen Welt kennen und perfektioniert sein Englisch“) sowie über Erfahrungen im Rahmen von Praktika und Berufstätigkeit („Google ist ein toller Arbeitgeber und die Leute, die dort arbeiten, sind bestens ausgebildet“). Beide beantworteten eine Vielzahl von Fragen und trafen auf großes Interesse von Seiten der Schüler/innen.

Ein wichtiger Punkt der Ausführungen betraf die Internationale Informatikolympiade. Beide waren in der vierköpfigen Österreichauswahl – Christoph Sperl hat 2010 in Waterloo eine Bronzemedaille geholt, Markus Hasenöhrl war 2011 in Thailand und 2012 in Italien Teil der österreichischen Mannschaft – und beide trainierten und trainieren seither die österreichischen Teilnehmer/innen für die Informatikolympiade. Sie luden alle Schüler/innen ein, sich die Aufgabenstellungen anzusehen, deren Lösung der erste Schritt zu einer Teilnahme darstellt und beide betonten die großen Vorteile einer Teilnahme. „Ich bin bei allen meinen Praktika und bei meinem jetzigen Arbeitsplatz von Recruitern eingeladen worden, mich zu bewerben. Ein wichtiger Grund waren dabei sicherlich meine Wettbewerbsteilnahmen. Außerdem gibt’s bei den sehr intensiven, mehrstündigen Interviewrunden, die beim Bewerbungsprozess zentral sind, oft Beispiele zu lösen, die denen bei Wettbewerben ähneln“, erzählt Christoph Sperl, der genauso wie sein Kollege einen immensen Nutzen in der Informatikolympiade sieht.

„Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass die beiden Absolventen der HTL einen ganzen Tag kostenlos zur Verfügung standen. Am Vormittag haben sie das Interesse vieler Schüler/innen geweckt und ein gutes Beispiel dafür abgegeben, was mit Begabung und Fleiß alles erreichbar ist und beim Intensivseminar haben sie den Schülern gute Tipps und Beispiele für die Qualifikation zur Österreichauswahl gegeben. Wir sind den beiden wirklich sehr dankbar“, waren sich Anton Planitzer, der die Veranstaltung organisiert hat und die Informatiklehrer Franz Matejka, Kurt Kreilinger und Gerhard Waser einig.

HTL Redaktion am 24.12.2017

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