Beim Roboter-Weltfinale in Györ

Das Team „Ydoowmaet“ der HTL Braunau nahm am World Robot Olympiad (WRO) Weltfinale in Györ, Ungarn teil und stellte sich dem internationalen Vergleich. Neben der technischen Herausforderung stand auch die kulturelle Erfahrung im Vordergrund.

Julius Baischer, Maximilian Kittl (beide 5BHME) und Sarah Schwaiger (4BHELS) erreichten bei der WRO (World Robot Olympiad) Staatsmeisterschaft in Schärding den ersten Platz in der Kategorie Senior. Sie sicherten sich somit ein Ticket für die WRO Weltmeisterschaft und machten sich gemeinsam mit Betreuer Klaus Holzmann auf die Reise nach Györ. Das diesjährige Weltfinale wurde vom 7. – 10. November 2019 in der drittgrößten ungarischen Stadt ausgetragen.

Die WRO Association Ltd. veranstaltet einen internationalen Roboterwettbewerb, welcher Kinder und Jugendliche das Thema Robotik näherbringen möchte. Die Teams aus zwei oder drei Schülerinnen bzw. Schülern werden von einem Coach betreut und müssen dabei mit dem LEGO Mindstorms-System Aufgaben lösen. Dabei muss ein selbstgebauter Lego-Roboter so programmiert werden, dass er eine vorgegebene Aufgabe innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst genau erfüllt.

 

Die Vorbereitung und nationale Organisation während der Monate bis zum Weltfinale wurde von Maria Zauner und Herbert Ibinger vom Techno-Z Braunau bestens durchgeführt. Vor Ort wurde ebenfalls nichts dem Zufall überlassen, sogar die Bustransfers zwischen der Wettbewerbshalle und der Edutus Universität (Abendveranstaltungen) wurden von der Polizei unterstützt. Darüber hinaus standen jederzeit kompetente lokale Betreuer für Fragen zur Verfügung.

 

Abends gab es stets ein Rahmenprogramm. So wurde am Eröffnungstag ein eigener WRO-Song von einer Performance-Gruppe präsentiert und der WRO-Film „Me & My Robot“ erstmals vorgeführt. Neben dieser Eröffnungszeremonie gab es auch eine Friendship-Party und die Abschlussveranstaltung mit der Siegerehrung.

 

Nach dem Anreisetag startete am 8. November die Vorbereitungsphase – aus den Lego-Einzelteilen wurde ein komplexer Roboter gebaut. Die vorbereiteten Programme konnten erstmals unter den Wettbewerbsbedingungen getestet werden. Es stand Zeit zur Verfügung, um die Roboter an die vorhandenen Raum- und Lichtbedingungen anzupassen.

Mit großer Spannung wurde die erste Bewertungsphase herbeigesehnt. „Besteht unser Roboter im internationalen Vergleich, funktioniert das Programm so gut wie in den Probeläufen?“, fieberten die HTL-Lehrer von zu Hause aus mit.

Der zweite Wertungstag bot neue Herausforderungen, im Rahmen der „Second Day Challenge“ gab es knifflige Zusatzaufgaben zu lösen, welche in die Bewertung miteingeflossen sind. „In den Testphasen hat es oft richtig toll geklappt, das Glück war leider nicht immer auf unserer Seite. Doch wir sind zufrieden mit unserer Leistung und freuen uns, dass wir diese tolle Erfahrung sammeln konnten“, resümiert Sarah Schwaiger.

 

Für das Team war dieses Event der Abschluss einer fast einjährigen Vorbereitungszeit, in welcher sie unzählige Stunden mit der Programmierung und dem Bau eines autonomen Roboters verbracht haben.

 

„Schön zu sehen, dass wir engagierte Schülerinnen und Schüler haben, die sich für dieses Thema interessieren und auch ihre Freizeit in Robotik investieren. Ich hoffe, dass wir auch nächstes Jahr ein Team zur WRO Staatsmeisterschaft in Braunau entsenden.“, sagt AV Paul Dirnberger.

HTL Redationsteam am 17.11.2019

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