Raimund Parzmair

Länder, Gebräuche und Sitten kennen lernen

uptodate: Warum bist du damals nach der HTL direkt in den Beruf eingestiegen?

Parzmair: Direkt nach der HTL ist der Zivildienst gekommen, doch dann wollte ich einfach einen technischen Job annehmen. Ich habe damals das Angebot bekommen, Sondermaschinen zu programmieren und auch gleich bei den Kunden in Betrieb zu nehmen. Die Kombination von Programmierung und Auslandsreisen hat mich überzeugt. Für die ersten Jahre im Beruf ist das wirklich eine Kombination, die sehr viele interessante Erfahrungen und neue Sichtweisen bietet.

uptodate: Welche Hilfe war dir die HTLAusbildung in deinem bisherigen Berufsleben?

Parzmair: Nach der HTL bin ich bei einem Maschinenbauunternehmen in die Programmierabteilung eingestiegen. Durch das HTL-Wissen war der Einstieg in die Anlagenprogrammierung kein Problem. Speziell die solide Ausbildung in C hat mir immer wieder sehr geholfen. Mit der HTL-Basis und dem notwendigen Einsatz ist in den meisten Unternehmen auch ein Aufstieg in andere Bereiche möglich.

uptodate: Was findest du an der HTLAusbildung besonders wichtig?

Parzmair: Die Ausbildung soll eine breite Basis für den Berufseinstieg bilden. Jede Branche und jeder zukünftige Arbeitgeber haben ihre besonderen fachlichen Anforderungen. Die HTL gibt eine umfassende Basisausbildung, um in alle Branchen einsteigen zu können. Das ganz spezielle Know-how muss sich dann jeder selbst im Betrieb je nach Anforderung erarbeiten. Dazu wird ein guter Arbeitgeber mittels interner Schulungen und Weiterbildungsangebote sorgen, es liegt aber bei jedem Einzelnen, sich auch außerhalb des Jobs die notwendigen fachlichen Zusatzkompetenzen anzueignen.

uptodate: Welchen Ratschlag hast du für HTL-Schüler/innen, die nach der Schule zu arbeiten beginnen?

Parzmair: Mein ganz persönlicher Rat ist, sich für die ersten Jahre einen Job mit Auslandsreisen zu suchen. Das gibt einem die Möglichkeit, Länder, Gebräuche und Sitten kennen zu lernen, wo man ansonst nie hinkommen würde. Einmal im Hinterland von China für ein paar Monate zu leben und zu arbeiten ist eine Erfahrung, an die man sich immer wieder gerne erinnert. In späteren Jahren, wo man meist familiär schon mehr gebunden ist, vielleicht auch schon Kinder zu Hause warten, ist das oft nicht mehr so leicht. Darum kann ich nur jedem Einsteiger raten, Auslandstätigkeit bei einem Jobangebot nicht als negativ, sondern als absolute Bereicherung anzusehen.

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