Österreichischer Energie-Preis 2019

Bei der Preisverleihung des österreichischen Energie-Preises, am 16. Oktober 2019, wurden heuer gleich zwei Diplomarbeitsprojekte der HTL Braunau ausgezeichnet. Das Projekt „Integrierte Messtechnik in Verteiler“ von Kristina Pipperger und Marvin Danninger (5AHET 2019) und die Diplomarbeit „energy from insects“ von Simon Esterbauer und Franz Forster (5CHELS 2019) erhielten gemeinsam Geldbeträge im Gesamtwert von 3000 Euro.

Kristina Pipperger und Marvin Danninger haben einen Stromverteiler entwickelt, der die Ströme in den Leitungen misst und bei Überlastung ein Warnsignal anzeigt. „Auf Messegeländen werden häufig von vielen Personen willkürlich Geräte an die Verteilerkästen angesteckt, ohne sich über die Lastverteilung Gedanken zu machen. Die zulässige Belastbarkeit des Kabels wird oft überschritten und in weiterer Folge ein Stromausfall provoziert. So entstand unsere Idee. Wir fragten bei der Firma PCE an, ob wir einen Verteiler bekommen würden, den wir mit einer Messtechnik ausstatten wollten.“ erzählen die beiden. Resultat der Entwicklung ist ein Verteiler, der permanent alle Anschüsse überwacht und aktuelle Messwerte über ein Display ausgibt. Es ist erkennbar, ob die Lastzustände in Ordnung sind, ob es Leistungsverluste gibt oder ob es zu einer Überlastung gekommen ist. Die Statusanzeige erfolgt über eingebaute RGB-LEDs. Der Maximalstrom jedes einzelnen Steckers kann am Display über eine Benutzeroberfläche konfiguriert werden. Das Projekt wurde von Paul Dirnberger und Hannes Kronberger betreut. Beim österreichischen Energie-Preis konnten sich Kristina und Marvin nun 2000 Euro an Preisgeld sichern.

Simon Esterbauer und Franz Forster haben unter Betreuung von Franz Doblinger für die Firma Ecofly ein Wärmemanagement entwickelt, das Kosten und Energie spart.

Die Firma Ecofly beschäftigt sich mit einer innovativen und nachhaltigen Erzeugung von Futtermittel für die Fischzucht und die beiden Schüler des Bionik-Zweigs haben im Zuge ihrer Diplomarbeit für eben diese an einem Wärmemanagement erfolgreich geforscht.

Bei der Aufzucht von wechselwarmen Tieren, müssen in abgeschlossenen Kammern sehr kontrollierte Klimabedingungen mit einer relativ hohen Temperatur und einer großen Luftaustauschrate geschaffen werden. Dazu wurde mit Hilfe einer Industriesteuerung eine ausgefeilte Mess- und Regelungstechnik entwickelt. Die entstehenden Energieströme werden erfasst und die Beheizung der Zuchteinheiten soll vollständig durch die Prozessabwärme der Insekten mit Hilfe eines Gegenstromwärmetauschers bereitgestellt werden. Die Aufzucht von Insekten kann deshalb auch im heizkostenintensiven Winterhalbjahr weitestgehend energieneutral betrieben werden.

Die beiden Schüler konnten mit ihrer Entwicklung beim Jugend Innovativ Wettbewerb überzeugen, wo sie mit einem Halbfinal-Ticket belohnt wurden. Dieser Erfolg hat die beiden motiviert, an weiteren Wettbewerben teilzunehmen, was sich jedenfalls gelohnt hat, denn sie wurden auch schon mit dem Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit gewürdigt, wo sie im Juni 2019 in den Redoutensäle in Linz von Herrn Landesrat Rudi Anschober die Urkunde und ein Preisgeld von 1.000 EUR entgegennehmen durften. Auch beim österreichischen Energie-Preis, der am 16. Oktober 2019 in Innsbruck übergeben wurde, konnten sie ein Preisgeld in der Höhe von 1000 Euro entgegennehmen.

Wir gratulieren der Schülerin, den drei Schülern und allen Betreuern sehr herzlich zu diesen Erfolgen!

Fotocredit: OVE

HTL Redaktion am 30.10.2019

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